AKTUALISIERUNG/45 000 Morde: Die biblische Dimension der Zerschlagung der iranischen Proteste

Wenn “Gott” Derjenige ist, in Dessen Namen der Geheimdienst foltert, gerät das moralische Kompasssystem ins Wanken. Wer dann das Heilige verlässt, verliert den Boden der absoluten Gerechtigkeit unter seinen Füßen.

Anstatt den vereinnahmten Namen Gottes zu fordern und ihn gegen die Tyrannen zu führen, ersetzt man ihn durch ein weltliches Symbol menschlicher Macht (den Löwen). Sosehr man das schiitische Regime berechtigterweise hassen mag, mit einem darf man es niemals verwechseln: dem heiligen Namen des Barmherzigen auf dessen Fahne.

Anstatt den vereinnahmten Namen Gottes zu fordern und ihn gegen die Tyrannen zu führen, ersetzt man ihn durch ein weltliches Symbol menschlicher Macht (den Löwen). Sosehr man das schiitische Regime berechtigterweise hassen mag, mit einem darf man es niemals verwechseln: dem heiligen Namen des Barmherzigen auf dessen Fahne.

Aktualisierung am 2.4.2026: Wie der Iran die Atombombe imitiert

In seiner heutigen Nationalansprache gab Präsident Trump bekannt, dass das schiitische Regime tatsächlich 45 000 unbewaffnete Demonstranten ermordet habe, was einmal mehr beweist, dass der Iran, im Gegensatz zu anderen Nationen, die bereits eine Atombombe besitzen, diese sofort und ohne zu zögern einsetzen würde. Zum Vergleich: Die Anzahl der toten in Nagasaki direkt nach Abwurf der Bombe betrug geschätzt 40 000 am ersten Tag.

Und da der Iran seine Gewalt mit pseudoislamischen Motiven legitimiert, sollte Trump wirklich darüber nachdenken, was Regimewechsel bedeutet – was nichts Geringeres als das Ende der sogenannten Ayatollah-Verfassung bedeuten sollte. Eine wahre Schande ist wie Europa darüber hinwegiseht.

Die nackte Zahl von 36 000 getöteten Demonstranten im Iran lässt sich politisch als Repression und machttechnisch als staatliche Gewalt analysieren. Doch wer die Geschichte des Irans durch die Linse der zeitlosen Offenbarungsschriften betrachtet, erkennt eine tiefere, metaphysische Dimension. Es stellt sich die verstörende, aber notwendige Frage: Erleben wir hier die Konsequenz einer beispiellosen Profanierung des Göttlichen?

Die psychotische Falle des Regimes

Seit Jahrzehnten betreibt das iranische Regime eine systematische Vereinnahmung der Religion. Wenn ein Staat den heiligen Namen Gottes auf seine Fahne schreibt, tut er dies selten aus Demut. Er tut es, um Kritik an seiner Politik als Gotteslästerung zu framen, als Schutzschild für weltliche Machtinteressen, Korruption und Gewalt. Diese toxische Umklammerung hat bei der Bevölkerung zu einem kollektiven spirituellen Trauma geführt. Wenn “Gott” plötzlich Derjenige ist, in Dessen Namen der Geheimdienst foltert, gerät das moralische Kompasssystem der Menschen ins Wanken.

Sie befinden sich in einem Zustand, den man als gesellschaftliche Psychose beschreiben muss: In ihrer berechtigten Verzweiflung über die Grausamkeit der Machthaber können sie nicht mehr zwischen den Taten des Regimes und dem eigentlichen Heiligen unterscheiden. Das Regime hat den Glauben als Geisel genommen – und wer die Geiselnehmer bekämpft, beginnt in seiner Verblendung oft, auch die Geisel zu hassen. Nur zu viele Menschen entwickeln eine tiefe Aversion gegen alles Religiöse.

Der Sohn des Schahs: ein moderner Rattenfänger

In dieser Notlage entsagen sie sich dem Heiligen, weil sie glauben, damit den Unterdrücker zu treffen – doch sie tappen in eine spirituelle Falle: Sie geben die Quelle ihrer eigenen Kraft, den Glauben an Gerechtigkeit jenseits des Regimes, preis. Wenn Demonstranten den heiligen Namen auf der Flagge übermalen oder schänden, vollziehen sie die Profanierung, die das Regime begonnen hat, lediglich zu Ende.

Es ist ein Tausch von einem Extrem ins andere: Anstatt den vereinnahmten Namen Gottes zu fordern und ihn gegen die Tyrannen zu führen, ersetzt man ihn durch ein weltliches Symbol menschlicher Macht (den Löwen). Die Opposition flüchtet in die Nostalgie einer vergangenen Monarchie. Die Hinwendung zum Löwen-und-Sonne-Emblem des Schah-Sohnes ist kein Fortschritt, sondern ein Rückzug in weltliche Götzenbilder. In der Logik des Heiligen Koran, der als einzig unverändertes, und daher zeitloses, Offenbarungsbuch vor der Arroganz der Macht und dem Missbrauch des Glaubens warnt, bedeutet dies: Wer das Heilige verlässt, um gegen einen Tyrannen zu kämpfen, verliert nicht nur den göttlichen Beistand, sondern auch den Boden der absoluten Gerechtigkeit unter seinen Füßen.

Die Gesetzmäßigkeit der Strafe

Die Geschichte lehrt uns – ähnlich wie bei der Entweihung des Tempels in Jerusalem –, dass Gott auch menschliche Akteure und das Chaos der Zeit erwirkt, um ein Urteil zu vollstrecken. Wenn ein Land Seinen heiligsten Namen zur Zielscheibe in sozialen Netzwerken und auf den Schlachtfeldern der Politik macht, entzieht sich der göttliche Schutz.

Die 36.000 Toten sind somit nicht nur Opfer von Gewehren, sondern Opfer einer doppelten Verblendung: Ein Regime, das Gott für seine Feindschaften instrumentalisiert, und eine Opposition, die in ihrer psychotischen Not das Fundament ihrer eigenen Befreiung zerstört.

Doch nicht nur die Opposition tappte in die theologische Falle: Das Regime verbrennt die Fahnen anderer Nationen und nimmt dabei keine Rücksicht darauf, dass es den heiligen Namen auf der eigenen Fahne damit zur Zielscheibe macht. Wer Gott als politisches Banner voranstellt, um weltliche Feindschaften auszutragen, entweiht den heiligen Namen selbst – und diesmal ist es das Volk Jerusalems, das als “Diener von gewaltiger Macht” dienen darf, das gleich zu Beginn der aktuellen Offensive gegen den Iran sich am obersten Scharlatan Ali Khamenei rächte, dem Mutter aller Scharlatane, der sich zu Lebzeiten mit dem Titel “Heiliger Geist”, Ruhollah, zu schmücken pflegte.

“Es war nicht ich, es war der Zorn Gottes”

Berecthtigterweise kann man einwenden: Wenn wir auch menschliche Gewalt mit “Gottes Plage” erklären, riskieren wir dann nicht, dass die Täter sich hinter dem Schicksal verstecken können? Vielleicht können wir die Linie ja in der Dimension des Unheils ziehen, sollte die blasphemische Ursache für das verheerende Resultat nicht ausreichen: Wie viele Menschen sind wohl im Stande, einem Erdbeben gleich, binnen 2 Tage 36 000 Menschen zu töten?

Was uns der Heilige Koran noch lehrt: Sollte die Ungerechtigkeit ein Maß erreichen, bei dem niemand mehr Einhalt gebietet, kann die Strafe durchaus ein ganzes Volk treffen.

Fazit

Der Iran steht an einem Wendepunkt, der mit politischen Kategorien allein nicht mehr fassbar ist. Solange die Sehnsucht nach Freiheit mit der Ablehnung des Schöpfers einhergeht und solange die Macht mit der Schändung Seines heiligen Namens begründet wird, bleibt das Land in einer blutigen Sackgasse. Die wahre Freiheit liegt nicht in der Rückkehr zu alten Monarchen, sondern in der Rückgewinnung der religiösen Integrität – jenseits der Macht, jenseits der Flaggen und jenseits der etablierten Sekten: Sola Scriptura. Gepriessen sei der Erhabene.

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>>-> Darf der Iran Fahnen verbrennen?

>>-> Richten sich die Proteste im Iran gegen den Islam – oder gegen seine politische Verzerrung?

Von Okay Altinisik | 9-3-2026, 4:11:08 (aktualisiert am 2-4-2026, 9:49:32)

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