5G-BEAM: Autonomes Fahren in den Alpen ist bald Realität

Bis 2028 soll entlang der Strecke von Modena über den Brennerpass, bis Kufstein und zur deutschen Grenze, für die Zirkulation unterbrechungsfreie Konnektivität gewährleistet werden, die Voraussetzung für automatisiertes Fahren.

Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V), zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur (V2I) sowie mit Mobilfunknetzen (V2N) wird u.a. der österreichische Infrastrukturanbieter Optimus Tower bereitstellen.

Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V), zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur (V2I) sowie mit Mobilfunknetzen (V2N) wird u.a. der österreichische Infrastrukturanbieter Optimus Tower bereitstellen. Bild: optimustower.com

Wien/Bozen/Brüssel – Entlang einer der wichtigsten Verkehrsachsen Europas entsteht in den kommenden Jahren eine neue digitale Infrastruktur: Mit dem EU-geförderten Projekt 5G-BEAM wird der Brennerkorridor durchgängig mit leistungsfähiger 5G-Technologie ausgestattet. Ziel ist es, die Grundlage für vernetzte und automatisierte Mobilität über Ländergrenzen hinweg zu schaffen und Europa im Bereich intelligenter Verkehrssysteme entscheidend voranzubringen.

Der Brennerkorridor verbindet Nord- und Südeuropa und ist Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T). Täglich passieren ihn tausende Pkw und Lkw. Gerade auf dieser hochfrequentierten Strecke sollen künftig niedrige Latenzzeiten, hohe Netzstabilität und unterbrechungsfreie Konnektivität gewährleistet werden – Voraussetzungen für Anwendungen wie automatisiertes Fahren, Echtzeit-Verkehrsmanagement und digitale Sicherheitsdienste.

Grenzüberschreitende 5G-Infrastruktur

Das Projekt 5G-BEAM läuft von 2025 bis 2028 und wird im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) – Digital von der Europäischen Union kofinanziert. Entlang der Strecke von Modena über den Brennerpass bis Kufstein und zur deutschen Grenze wird eine durchgängige 5G-Abdeckung aufgebaut. In Italien entsteht dabei ein 5G-Standalone-Netz mit Edge-Computing-Funktionalität, während in Österreich eine zukunftsfähige passive Infrastruktur errichtet wird, die eine nahtlose Netzkontinuität sicherstellt.

Diese Architektur erlaubt die Verarbeitung großer Datenmengen direkt am Netzrand und reduziert Verzögerungen auf ein Minimum – ein entscheidender Faktor für sicherheitskritische Mobilitätsanwendungen.

Fokus auf automatisierte und vernetzte Mobilität

Im Mittelpunkt von 5G-BEAM stehen Anwendungen der Connected, Cooperative and Automated Mobility (CCAM). Dazu zählen unter anderem die Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V), zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur (V2I) sowie mit Mobilfunknetzen (V2N). Fahrzeuge sollen in Echtzeit vor Gefahren, Staus oder Baustellen gewarnt werden, während Verkehrsleitstellen präzise und aktuelle Daten zur Steuerung des Verkehrs erhalten.

Darüber hinaus ermöglicht die neue Infrastruktur den Einsatz intelligenter Sensorik zur Überwachung von Straßen, Tunneln und Brücken sowie den Aufbau digitaler Zwillinge für Planung, Wartung und Krisenmanagement.

Starkes Konsortium, europäische Dimension

Koordiniert wird das Projekt von der Brennerautobahn AG (Autostrada del Brennero S.p.A.). Zum Konsortium gehören unter anderem die Telekommunikationsunternehmen TIM und INWIT in Italien, wissenschaftliche Partner wie die Universität Neapel Federico II sowie der österreichische Infrastrukturanbieter Optimus Tower. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 17 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon stammt aus EU-Fördermitteln.

Beitrag zur Mobilität der Zukunft

Mit 5G-BEAM setzt die Europäische Union ein weiteres Signal für den Ausbau grenzüberschreitender 5G-Korridore entlang zentraler Verkehrswege. Das Projekt soll nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen und den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch als Blaupause für weitere europäische Digitalachsen dienen.

Der Brennerkorridor wird damit zu einem Testfeld und Vorzeigeraum für die Mobilität der Zukunft – vernetzt, automatisiert und europäisch gedacht.

Von Okay Altinisik | 4-2-2026, 16:38:27

SPÖ und Oberlandesgericht Oldenburg erschüttern die Tierrechtsbewegung

Zwei Ereignisse, tausend Kilometer voneinander entfernt, werfen dieselbe Frage auf: Wem gehört die Wahrheit über das Leid der Tiere — dem Gesetzgeber, der Agrarlobby oder der Öffentlichkeit?

Imst-Pitztal: Stadt der Brunnen oder Stadt der Götzen?

In einer Stadt mit 11.000 Einwohnern gibt es keinen einzigen Supermarkt mehr. Die Läden in der Altstadt sind zu, die Menschen ziehen weg oder geben ihr Geld in der Industriezone am Stadtrand aus, wo das moderne Leben pulsiert.

ORF-Generaldirektor Weißmann tritt zurück

Vorwürfe der sexuellen Belästigung sollen sich bereits 2022 ereignet haben. Als Nachfolge werden ORF-NÖ-Landesdirektor Alexander Hofer, Kronehit-Geschäftsführer Philipp König sowie ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer gehandelt.

“ENOUGH! GENUG!”: Stiller Protest für Gleichberechtigung am Dornbirner Marktplatz

Vorarlberg weist traditionell einen der höchsten Gender Pay Gaps in Österreich auf. Sprecherinnen wiesen darauf hin, dass die “Teilzeitfalle” in Vorarlberg aus Mangel an Kinderbetreuung resultiere.


Discover more from Austrians

Subscribe to get the latest posts sent to your email.

Leave a Reply