WIDERLEGT: Kinder brauchen kein Fleisch für Wachstum

Wie kann etwas Krebserregendes notwendig für das Wachstum sein? Die neuen Daten liefern eine wissenschaftliche Grundlage, um öffentliche Gesundheitsrichtlinien und Ernährungsempfehlungen für Familien weltweit weiterzuentwickeln, beziehungsweise zu korrigieren.

Grobe monatliche Mittelwerte anthropometrischer Daten im gewöhnlichen Alter nach familiären Ernährungsmustern.

Grobe monatliche Mittelwerte anthropometrischer Daten im gewöhnlichen Alter nach familiären Ernährungsmustern. Grafik: Kerem Avital und Prof. Danit Shahar

BE’ER SHEVA – Eine groß angelegte Studie israelischer Wissenschaftler/innen zeigt, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern kein Risiko für normales körperliches Wachstum darstellt, wenn sie gut geplant und unterstützt wird. Die Ergebnisse wurden kürzlich im renommierten Fachjournal JAMA Network Open veröffentlicht und beruhen auf Daten von fast 1,2 Millionen Kindern aus dem Zeitraum 2014–2023.

Das Team – angeführt von Kerem Avital, MPH, und Prof. Danit R. Shahar, PhD, beide von der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) – arbeitete in enger Kooperation mit der Ernährungsabteilung des israelischen Gesundheitsministeriums. Zusätzlich waren an der Analyse beteiligt: Uri Hamiel vom Tel Aviv Sourasky Medical Center sowie Naomi Fliss-Isakov und Moran Blaychfeld-Magnaz vom Gesundheitsministerium.

Umfang und Methode

Die Forscher nutzten ein umfassendes nationales Register, das rund 70 % aller israelischen Säuglinge erfasst. Anhand dieser Daten verglichen sie die Wachstumsverläufe (Gewicht, Körperlänge, Kopfumfang) von Kindern aus Haushalten mit omnivorer (Mischkost), vegetarischer und veganer Ernährung bis zum Alter von zwei Jahren.

Wesentliche Ergebnisse

Ähnliche Wachstumskurven: Bis zum Alter von zwei Jahren zeigten Kinder aus veganen und vegetarischen Haushalten nahezu identische Werte für Gewicht, Länge und Kopfumfang im Vergleich zu Kindern, die omnivor ernährt wurden.

Geschätzte Wahrscheinlichkeit von Wachstumsverzögerung, Untergewicht und Übergewicht in den ersten 24 Lebensmonaten nach familiären Ernährungsmustern.

Geschätzte Wahrscheinlichkeit von Wachstumsverzögerung, Untergewicht und Übergewicht in den ersten 24 Lebensmonaten nach familiären Ernährungsmustern. Grafik: Kerem Avital und Prof. Danit Shahar

Frühe Unterschiede gleichen sich aus: Zwar war bei vegan ernährten Säuglingen das Risiko, in den ersten 60 Tagen leicht untergewichtig zu sein, etwas erhöht, doch bis zum Alter von 24 Monaten verschwanden diese Unterschiede statistisch.

Geringe Raten von Wachstumsverzögerung: Die Stunting-Raten (Maß für verzögertes Längenwachstum) lagen bei allen Ernährungsgruppen niedrig und unterschieden sich nicht signifikant.

Interpretation und Bedeutung

Die Studienautorinnen betonen, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass jede pflanzenbasierte Ernährung automatisch gesund sei – vielmehr sei eine sorgfältige Planung und ernährungswissenschaftliche Begleitung entscheidend, um eine angemessene Versorgung mit essenziellen Nährstoffen sicherzustellen. Besonders bei veganer Kost müssen wichtige Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen oder Omega-3-Fettsäuren berücksichtigt werden, um Entwicklungsrisiken zu vermeiden.

“Im Kontext entwickelter Länder sind diese Befunde sehr beruhigend”, erklärte Studienleiter Kerem Avital. Laut dem Forschungsteam liefern die Daten eine wissenschaftliche Grundlage, um öffentliche Gesundheitsrichtlinien und Ernährungsempfehlungen für Familien weltweit weiterzuentwickeln.

Kurz & praktisch – worauf bei vegetarischer/veganer Ernährung von Kleinkindern besonders zu achten ist

Vitamin B12: Pflicht bei vegan, oft auch sinnvoll bei vegetarisch (Supplement).

Eisen: Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse; immer mit Vitamin-C kombinieren.

Omega-3 (DHA): Am besten Algenöl-Supplement.

Protein: Ausreichend durch Hülsenfrüchte, Soja, Joghurt/Ei (vegetarisch).

Calcium & Vitamin D: Angereicherte Produkte + ggf. Vitamin-D-Supplement.

Jod & Zink: Jodiertes Salz; Zink aus Vollkorn, Nüssen, Samen.

Fazit der Studie

Gut geplante vegetarische/vegane Kost kann bei Kleinkindern normales Wachstum ermöglichen – entscheidend sind Planung, Beratung und gezielte Supplemente (v. a. B12, DHA, Vitamin D).

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