Vor 25 Jahren verabschiedete der UN-Sicherheitsrat einstimmig die Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Sie betont die zentrale Rolle von Frauen bei Konfliktprävention, Friedensverhandlungen, Wiederaufbau und Friedenssicherung sowie die Notwendigkeit ihrer gleichberechtigten Beteiligung an allen Friedensprozessen.

Still aus dem Stück “Two Minutes to Midnight” von Yael Bartana, worin ausschließlich Frauen ein fiktives Landes regieren.
Die Forscher Giuditta Fontana, Argyro Kartsonak, Natascha Neudorfer und Stefan Wolff kamen zu dem Ergebnis, dass die Aufnahme von Maßnahmen zur Einbeziehung von Frauen in die Nachkriegsgesellschaft in Friedensabkommen die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Konflikts um durchschnittlich 11 % senkt.
Jedoch seien Frauen weiterhin zu selten an Friedensverhandlungen beteiligt, unzureichend vor sexualisierter Gewalt geschützt, und Frauenorganisationen chronisch unterfinanziert. Zwar wurden seit 2000 zahlreiche UN-Resolutionen zur Stärkung der Agenda verabschiedet, doch globale Kürzungen der Entwicklungshilfe erschweren ihre praktische Umsetzung.
Hinzu kommen massive Finanzprobleme der UN-Friedensmissionen. Obwohl die Friedenssicherungsbudgets gesunken sind, ist der Anteil unbezahlter Beiträge stark gestiegen. Diese Kombination aus Mittelkürzungen und Zahlungsrückständen gefährdet langfristige Konfliktlösungen.
Um besser zu verstehen, wie erneute Ausbrüche von Bürgerkriegen verhindert werden können, untersucht das Team 14 langwierige Friedensprozesse in Konflikten mit wiederholter Gewalt. Dabei zeigte sich, dass die Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit lokalen Frauenorganisationen in der Lage waren, tragfähige Koalitionen auf mehreren Ebenen aufzubauen und dauerhaft zu stärken, die sich der Aushandlung, Umsetzung und Sicherung von Friedensabkommen verschrieben hatten.
Das Team überprüfte diese Ergebnisse mithilfe einer statistischen Analyse von 286 weltweit geschlossenen Friedensabkommen in gewaltsamen Konflikten. Die Auswertung bestätigte, dass die Kombination aus aktiver UN-Führung und der Einbindung von Frauen in die Nachkriegsordnung die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass Friedensabkommen länger als fünf Jahre Bestand haben. Frauen bringen insbesondere die Perspektiven marginalisierter Gruppen ein und schaffen lokale Mechanismen für Dialog, Mediation und Frühwarnung, wie etwa die “Peace Huts” in Liberia.
Die Ergebnisse bestätigen die Ziele der Frauen-, Friedens- und Sicherheitsagenda, machen aber auch deutlich, wie fragil die bisherigen Fortschritte sind. Nachhaltiger Frieden ist möglich, doch nur, wenn die UN politisch und finanziell gestärkt werden und Frauenorganisationen vor Ort dauerhaft unterstützt werden. Ohne diese Investitionen droht ein Rückschritt – mit gravierenden Folgen für globale Friedensbemühungen. (The Conversation)
Von Okay Altinisik | 4-1-2026, 7:59:28
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