Mit Jahresbeginn 2026 tritt das neue Mietenpaket der Bundesregierung in Kraft, mit dem Ergebnis, laut Berechnungen der Mietervereinigung, dass Mieterinnen und Mieter in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt um rund 311 Millionen Euro weniger bezahlen müssen. Für einen durchschnittlichen Altbauhaushalt bedeutet das im Jahr 2026 eine Entlastung von etwa 318 Euro. Aus Sicht der SPÖ zeigt sich damit klar, welchen Unterschied eine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung macht: Leistbares Wohnen rückt wieder ins Zentrum der Politik, betont Wohnbausprecherin Elke Hanel-Torsch.

Ein Blick vom Eingang eines Zeltes in den Wald: Mieten ist in Österreich ein Luxus.
Kern des Pakets ist eine spürbare Begrenzung von Mietsteigerungen. Nach einem vollständigen Mietpreis-Stopp im Jahr 2025 folgt eine mehrjährige Deckelung: 2026 dürfen regulierte Mieten nur um ein Prozent, 2027 höchstens um zwei Prozent angehoben werden. Das betrifft Richtwert-, Kategorie- und Gemeindewohnungen.
Neu ist zudem, dass erstmals auch bislang unregulierte Mietverhältnisse gesetzlich erfasst werden. Steigt die Inflation zwischen zwei Jahren über drei Prozent, darf der darüber hinausgehende Teil nur noch zur Hälfte an die Mieter weitergegeben werden. Diese Regelung wirkt dauerhaft und nicht bloß kurzfristig, hebt Hanel-Torsch hervor.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verlängerung der Mindestlaufzeit befristeter Mietverträge: Ab 1. Jänner 2026 müssen neue Verträge und Verlängerungen grundsätzlich mindestens fünf Jahre dauern statt bisher drei. Ausgenommen davon sind kleine private Vermieterinnen und Vermieter.
Hanel-Torsch kündigt weitere Reformschritte an. Ziel bleibe ein einheitliches Mietrecht für alle sowie die erneute Zweckbindung der Wohnbauförderung. Wohnen müsse für alle Menschen leistbar, sicher und würdevoll sein.
>>-> Mieten-Wahnsinn trotz Bremse: Die 10-Euro-Marke ist gefallen
Von Okay Altinisik | 3-1-2026, 5:11:09
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