Madrid – Die spanische Regierung hat Ende Januar 2026 einen außergewöhnlichen Erlass verabschiedet, mit dem Hunderttausende irregulär in Spanien lebende Migranten einen legalen Aufenthalts- und Arbeitsstatus erhalten sollen. Die Maßnahme gilt als einer der größten Regularisierungsschritte in Europa seit Jahren und sorgt national wie international für politische Debatten.

Mit dem Erlass sollen 500.000 Menschen aus der Schattenwirtschaft geholt, ihre soziale Absicherung verbessert und der Arbeitskräftemangel abgefedert werden. Bild: Joseph Molieri/Bread of the World
Nach Angaben der Regierung richtet sich der Erlass an Menschen, die spätestens bis zum 31. Dezember 2025 nachweislich in Spanien gelebt haben, mindestens mehrere Monate Aufenthalt belegen können und keine schweren Vorstrafen aufweisen. Das Antragsverfahren soll voraussichtlich im Frühjahr 2026 starten und zeitlich befristet sein.
Bis zu 500.000 Menschen könnten profitieren
Medien und Forschungsinstitute schätzen, dass rund 500.000 Migranten von der Maßnahme profitieren könnten. Insgesamt lebten Anfang 2025 etwa 840.000 Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus in Spanien. Während des Antragsverfahrens sollen laufende Abschiebungen ausgesetzt werden.
Erfolgreiche Antragsteller erhalten zunächst eine einjährige Aufenthaltsgenehmigung sowie eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis in allen Regionen und Branchen. Ziel ist es, Menschen aus der Schattenwirtschaft zu holen, ihre soziale Absicherung zu verbessern und den akuten Arbeitskräftemangel in mehreren Wirtschaftssektoren abzufedern.
Herkunft: überwiegend aus Lateinamerika
Ein zentrales Merkmal der irregulären Migration in Spanien ist ihre Herkunft: Schätzungen zufolge stammen rund neun von zehn betroffenen Migranten aus Lateinamerika. Die größten Gruppen kommen aus Kolumbien, Peru und Honduras, daneben auch aus anderen süd- und mittelamerikanischen Staaten. Gründe sind gemeinsame Sprache, historische Verbindungen sowie bestehende soziale Netzwerke.
Migranten aus Afrika, etwa aus Marokko oder Algerien, sowie aus Asien und Europa machen demgegenüber einen deutlich kleineren Anteil aus. Der Erlass richtet sich ausdrücklich nicht an neu ankommende Migranten, sondern an Menschen, die bereits seit längerer Zeit in Spanien leben.
Politische Kontroverse
Die Regierung verteidigt den Schritt als human, wirtschaftlich notwendig und realpolitisch sinnvoll. Spanien stehe vor demografischen Herausforderungen und benötige Arbeitskräfte, insbesondere in Pflege, Bau, Landwirtschaft und Dienstleistungssektoren. Zudem folge der Erlass dem Druck einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die mehr als 700.000 Unterschriften für eine Regularisierung gesammelt hatte.
Kritik kommt vor allem aus konservativen und rechten Parteien. Sie werfen der Regierung vor, das Parlament zu umgehen und mit dem Erlass einen „Pull-Faktor“ für Migration zu schaffen. Die Regierung weist dies zurück und betont, dass der Erlass klar begrenzt und an Stichtage gebunden sei.
Europäischer Kontext
Mit dem Schritt geht Spanien einen anderen Weg als viele europäische Nachbarstaaten, die zuletzt ihre Migrationspolitik verschärft haben. Beobachter sehen darin ein politisches Signal: Integration statt Dauerirregularität – verbunden mit dem Versuch, Migration staatlich zu ordnen, statt sie ausschließlich sicherheitspolitisch zu behandeln.
Fazit
Der spanische Erlass zur Legalisierung irregulärer Migranten markiert einen einschneidenden Kurswechsel in der europäischen Migrationspolitik. Ob er als pragmatisches Integrationsmodell oder als politisches Risiko in die Geschichte eingehen wird, dürfte sich erst in den kommenden Jahren zeigen.
Von Okay Altinisik | 28-1-2026, 11:45:34
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