Tausende tote Juden; zehntausende tote Palästinenser; Regierungen, die ihr Volk aufopfern… Hier findest du die letzten Updates zum globalen Krieg gegen Israel.

Die gelbe Schleife, Symbol für das Massaker der Hamas an tausenden Juden am 7. Oktober 2023.
28-3-2026, 21:54:48/Hamas: “Eine Kalaschnikow bedroht Israel nicht”
Der Abrüstungsprozess soll von einem palästinensischen technokratischen Komitee überwacht werden. Der Plan würde acht Monate dauern und nach dem Prinzip “eine Autorität, ein Gesetz, eine Waffe” in fünf Phasen unterteilt sein. Das bedeutet, dass nur das Komitee darüber entscheiden würde, wer Waffen tragen darf. Jedoch haben drei Terrorgruppen in der Enklave die Grundsätze des Plans bereits abgelehnt.
27-2-2026, 22:29:18/Oberstes Gericht setzt NGO-Verbot aus
Das Israelischer Oberster Gerichtshof hat Ende Februar 2026 ein von der Regierung geplantes Verbot für internationale Hilfsorganisationen vorläufig ausgesetzt. Konkret ging es um neue Auflagen, nach denen ausländische NGOs detaillierte personenbezogene Daten ihrer palästinensischen Mitarbeiter offenlegen sollten. Bei Nichtbefolgung drohte der Entzug der Arbeitserlaubnis in Gaza und im Westjordanland. Das Gericht stoppte diese Maßnahme zunächst per einstweiliger Anordnung, um die Rechtmäßigkeit zu prüfen.
Betroffen sind rund 37 internationale Hilfsorganisationen, darunter Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), Oxfam, Norwegian Refugee Council, CARE und Save the Children. Diese Organisationen argumentieren, dass die geforderten Daten ihre Mitarbeitenden gefährden, Datenschutz verletzen und die humanitäre Arbeit faktisch unmöglich machen würden.
Mit der Entscheidung bleibt die Arbeit der NGOs vorerst erlaubt, das eigentliche Verfahren ist jedoch noch offen. Das Gericht machte deutlich, dass es sich um einen ernsthaften rechtlichen Konflikt zwischen Sicherheitsinteressen des Staates und humanitären sowie rechtlichen Schutzpflichten handelt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus – bis dahin dürfen die Hilfsorganisationen weiter tätig bleiben.
19-2-2026, 18:41:09/Erstes Board of Peace Treffen endet mit 17 Milliarden Dollar Zusagen für Wiederaufbau in Gaza
Beim ersten Treffen des Board of Peace am 19. Februar 2026 in Washington, D.C. standen vor allem finanzielle und sicherheitspolitische Zusagen im Mittelpunkt. Auf Initiative von Donald Trump sagten die USA rund 10 Milliarden US-Dollar zu, weitere Staaten zusammen etwa 7 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau von Gaza. Zusätzlich wurde der Aufbau einer internationalen Stabilisations- und Polizeitruppe angekündigt, an der sich mehrere Länder beteiligen wollen.
Politisch blieb das Treffen jedoch ohne Durchbruch. Zentrale Fragen – insbesondere die Zukunft der Hamas, die fehlende palästinensische Vertretung und die Einbindung bestehender internationaler Strukturen wie der UNO – blieben ungelöst. Beobachter werten das Treffen daher als symbolischen Start mit konkreten Zusagen, aber noch ohne politische Lösung.
UN-Hochkommissar für Menschenrechte äussert “Bedenken wegen ethnischer Säuberung” im Gazastreifen
Der neue Bericht des Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte warnt, dass israelische Maßnahmen im Gazastreifen und im Westjordanland “Anzeichen” bzw. ernsthafte Befürchtungen ethnischer Säuberung hervorrufen. Genannt werden unter anderem massive Zerstörung ziviler Infrastruktur, anhaltende Vertreibungen, Einschränkungen humanitärer Hilfe und Lebensbedingungen, die für die palästinensische Bevölkerung zunehmend unvereinbar mit einem dauerhaften Verbleib in Gaza seien. Der Bericht bezieht sich auf einen längeren Beobachtungszeitraum und beschreibt eine sich verschärfende humanitäre Katastrophe.
Gleichzeitig betont der Bericht, dass dies keine juristische Feststellung ethnischer Säuberung im völkerrechtlichen Sinn darstellt, sondern eine Warnung auf Grundlage menschenrechtlicher Kriterien. Auch Verstöße palästinensischer bewaffneter Gruppen, einschließlich der Hamas, werden erwähnt. Die Regierung von Israel weist die Vorwürfe zurück und spricht von Einseitigkeit, während Menschenrechtsorganisationen den Bericht als dringenden Appell an die internationale Gemeinschaft verstehen, Schutzmaßnahmen und Rechenschaft einzufordern.
Einen Vorschlag, wie Israel die Hamas seiner Meinung nach bekämpfen bleibt der österreichische Hochkommissar für Menschenrechte Volker TürkHoch jedoch schuldig.
17-2-2026, 22:52:56/Österreich lehnt Trumps Angebot für den Friedensrat ab
Laut der “Presse” will Österreich die UNO nicht unterminieren. Bulgarien und Ungarn nehmen als einzige EU-Länder an ersten Sitzung des Gremiums am Donnerstag in Washington teil.
Bei der ersten Sitzung wird es vor allem um Gaza-Rekonstruktionspläne, das Sammeln internationaler Beiträge (Geld, Personal, Hilfe), die Einrichtung und Arbeitsweise des Boards sowie Fragen zur Stabilisierung und zum langfristigen Frieden in der Region gehen.
15:40:07/Hamas weist 60-Tage-Ultimatum des israelischen Kabinettssekretärs Yossi Fuchs zur Entwaffnung zurück
“Die Äußerungen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu… und die der Medien sind nichts weiter als Drohungen ohne Grundlage in den laufenden Verhandlungen”, sagte der hochrangige Hamas-Vertreter Mahmoud Mardawi gegenüber Al Jazeera, nachdem der israelische Minister am Montag auf einer Konferenz in Jerusalem mit der Wiederaufnahme des Krieges gegen Gaza gedroht hatte.
16-2-2026, 8:02:53/“Board of Peace”: Trumps sagt “mehr als 5 Milliarden Dollar” für Gaza zu
Es handelt sich soweit um nur zusammengefasste Zusagen der teilnehmenden Staaten des Board of Peace. Öffentlich ist bislang nicht aufgeschlüsselt, welches Land welchen Betrag übernimmt, über welchen Zeitraum gezahlt werden soll oder über welche Treuhand- bzw. Kontrollmechanismen das Geld fließen würde. Es handelt sich also um politische Verpflichtungen, deren Umsetzung noch offen ist.
Wesentlich ist auch der Maßstab der Zahlung: Die 5 Mrd. $ decken nur einen Bruchteil der international geschätzten Gesamtkosten für Wiederaufbau und Stabilisierung (teils > 70 Mrd. $). Ohne klare Zusagen zu Auszahlungszeitpunkten, Zweckbindung und Transparenz bleibt unklar, wie schnell und in welchem Umfang tatsächlich Geld in Gaza ankommt – und ob die Zusagen über symbolische Ankündigungen hinausgehen.
Offiziell bestätigt haben bis jetzt 9 Länder ihre Mitgliedschaft im Board, welche, bis auf die USA, allesamt im Nahen Osten liegen.
13-2-2026, 11:19:33/“Wir sehen jetzt, dass wir als Menschheit einen gemeinsamen Feind haben”
Mehrere Staaten – allen voran Frankreich und Deutschland – fordern den Rücktritt der UNO-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese. Auslöser sind Aussagen von ihr zum Gaza-Krieg und zu Israel während eine Konferenz in Doha, die von Regierungen und jüdischen Organisationen als politisch einseitig und teils antisemitisch gewertet werden. Die Kritik soll auch im UN-Menschenrechtsrat thematisiert werden.
Albanese weist die Vorwürfe zurück und spricht von aus dem Kontext gerissenen oder verfälschten Zitaten. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International stellen sich hinter sie und warnen, staatlicher Druck auf Sonderberichterstatter gefährde deren Unabhängigkeit. Die Debatte spiegelt damit einen grundsätzlichen Konflikt zwischen politischer Kritik an Israel und dem Anspruch auf Neutralität innerhalb des UN-Menschenrechtssystems wider.
12-2-2026, 8:38:14/Hamas besteht auf Beibehaltung von leichten Feuerfaffen – solche wie am 7. Oktober eingesetzt wurden
In diskutierten Verhandlungsentwürfen soll nach einem Report von New York Times Hamas zunächst schwere Waffen abgeben, während leichte Handfeuerwaffen vorübergehend toleriert würden. Hintergrund ist eine schrittweise Demilitarisierung.
Hamas besteht laut Berichten auf leichten Waffen, weil sie diese als notwendig für innere Kontrolle und Selbstschutz darstellt: In Gaza gibt es bewaffnete Clans, kriminelle Netzwerke und rivalisierende Milizen, die nach Rache und einem Machtvakuum streben könnten. Zudem argumentiert Hamas, ohne zumindest leichte Bewaffnung könne sie öffentliche Ordnung nicht sichern und ihre Kämpfer wären repressiven Maßnahmen oder internen Fehden schutzlos ausgesetzt. Kritiker sehen darin allerdings vor allem den Versuch, militärische Handlungsfähigkeit und politischen Einfluss zu bewahren. Israel fordert weiterhin die vollständige Entwaffnung des sunnitischen Terrornetzwerks.
Indonesien will 8.000 Soldaten nach Gaza schicken
Indonesien habe seine Bereitschaft zur Entsendung von bis zu 8.000 Soldaten bekundet und mehrere andere Regierungen hätten ihre grundsätzliche Teilnahme zugesagt, unter der Bedingung, dass die Entwaffnung der Hamas zuvor eindeutig vereinbart werde, laut einem Beamten.
10-2-2026, 6:51:34/Israel stempelt palästinensische Reisepässe mit “State of Palestine” ab
Nach israelischen Medienberichten lässt der Inlandsgeheimdienst Shin Bet palästinensische Reisepässe am Grenzübergang Rafah mit der Bezeichnung “State of Palestine” stempeln. Kritiker in der israelischen Regierung werten dies als faktische Anerkennung palästinensischer Staatlichkeit durch eine Sicherheitsbehörde. Das Büro von Premierminister Netanyahu prüft demnach ein Eingreifen oder eine Änderung der Praxis z. B. durch “Board of Peace”/Friedensrat. Israel lehnt den Staat Palästina derzeit gesetzlich ab. (ynet)
7-2-2026, 14:33:49/Bank of Palestine weigert sich, umstrittene “pay-for-slay/Schlachtlohn”-Konten zu schließen
Die Bank of Palestine, das größte Finanzinstitut in den palästinensischen Gebieten, hat sich geweigert, mehrere 3400 Bankkonten zu schließen, die laut israelischen Behörden für Zahlungen im Rahmen des sogenannten “pay-for-slay”-Systems genutzt werden. Dabei handelt es sich um Unterstützungszahlungen an palästinensische Gefangene sowie an Familien getöteter Attentäter.
Israel sieht darin eine indirekte Förderung von Gewalt und forderte die Schließung der Konten. Die Bank argumentiert jedoch, sie könne ohne klare rechtliche Grundlage nicht handeln und steht Berichten zufolge unter politischem Druck der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Der Streit hat potenziell weitreichende Folgen: Israel droht, die Zusammenarbeit mit israelischen Korrespondenzbanken einzuschränken – ein Schritt, der den internationalen Zahlungsverkehr und die ohnehin fragile palästinensische Wirtschaft stark belasten könnte. Der Konflikt um die Zahlungen gilt seit Jahren als zentraler politischer Zankapfel. Kritiker sagen, dass das “pay-for-slay”-System Gewaltanreize setze.
“Pay for slay” war keine Voraussetzung für die Anerkennung Palästinas, galt aber international – insbesondere für USA, EU und Israel – als Bedingung für Finanzhilfen, Steuertransfers und institutionelle Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Von Okay Altinisik
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