3,5 Millionen Akten, verschwundene Opfer; Celebrities aus Politik, Kultur, Tech, Adel und Wissenschaft aus der ganzen Welt; US-Präsident im Mittelpunkt… Hier findest du die letzten Updates zur Epstein-Affäre.

Jeffrey Epstein und seine Kupplerin Ghislaine Maxwell in glücklicheren Zeiten. Bild: US Department of Justice
28-3-2026, 21:56:18/Die Bank of America hat sich bereit erklärt, 72,5 Millionen Dollar zu zahlen
… um eine Klage von Hunderten Opfern Jeffrey Epsteins beizulegen. Der Klage zufolge ignorierten Bankverantwortliche verdächtige Transaktionen — darunter 170 Millionen Dollar, die der Milliardär Leon Black von einem Bank-of-America-Konto an Epstein überwiesen hatte, angeblich für “Steuer- und Nachlassplanung”.
Dies ist bereits die vierte Banken-Einigung in Epstein-Fällen: JPMorgan Chase zahlte 2023 insgesamt 365 Millionen Dollar (290 Mio. an Opfer + 75 Mio. an die US-Jungferninseln), Deutsche Bank zahlte 75 Millionen Dollar. Der Vergleich muss noch von einem Richter genehmigt werden.
26-2-2026, 7:31:49/Der Erpresser Epstein
Bill Gates hat öffentlich gestanden, dass er während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei außereheliche Affären mit russischen Frauen hatte – eine war laut Medienberichten eine Bridge-Spielerin, die er um 2010 bei Turnieren kennenlernte, und eine war eine russische Kernphysikerin. Diese Beziehungen haben jedoch nichts mit Epstein-Opfern zu tun und er habe nichts Illegales getan.
Epstein wusste offenbar von den Affären und soll – zumindest nach eigenen Dokumenten – versucht haben, dieses Wissen gegen Gates einzusetzen bzw. damit Druck aufzubauen. Es existieren E-Mails aus dem Epstein-Archiv (teils als Entwürfe), in denen Epstein Bezug auf Gates’ Kontakte zu diesen Frauen nimmt.
Gates’ Ehe mit Melinda French Gates endete 2021.
War Trump mehr als nur ein Freund Epsteins?
Laut einer Investigation von NPR gibt es Hinweise darauf, dass FBI-Interviewprotokolle und Notizen, die eine Frau enthalten sollen, die Trump sexuelle Übergriffe im Zusammenhang mit Epstein vorwirft, nicht vollständig veröffentlicht wurden. Es fehlen offenbar über 50 Seiten mit Gesprächsnotizen und Protokollen mit einer Frau, die Trump mit schwerem sexuellem Missbrauch in Verbindung bringt, angeblich als sie noch Minderjährige war.
Diese Akten wurden von der U.S. Regierung bzw. dem Justizministerium (DOJ) zunächst nicht freigegeben, obwohl ein Gesetz grundsätzlich mehr Transparenz vorsieht. Demokratische Abgeordnete werfen der Regierung eine Vertuschung oder Zurückhaltung relevanter Daten vor und fordern Untersuchungen.
Die DOJ-Stellungnahme dazu lautet, dass manche Dokumente vorübergehend entfernt bzw. zurückgehalten wurden, weil sie für eine zusätzliche Überprüfung von Opferschutz oder Redaktionen vorgesehen seien.
19-2-2026, 12:19:06/Prinz Andrew wird an seinem 66. Geburtstag verhaftet
Mail Online veröffentlichte Fotos von Polizisten auf dem Anwesen Sandringham. Er befindet sich derzeit wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch in Haft. Die Polizei von Thames Valley untersucht außerdem die Vorwürfe, dass Jeffrey Epstein eine zweite Frau für sexuelle Kontakte mit Andrew nach Großbritannien geschickt haben soll. Die Polizei durchsucht Adressen in Berkshire und Norfolk.
16-2-2026, 8:11:02/US Department of Justice übergibt Promi-Liste mit 300 Namen an den Congress
Die von Pam Bondi veröffentlichte “Epstein-Liste mit 300 Top-Celebrities” illustriert ein Netzwerk, das sich insbesondere über die Vereinigte Staaten, das Vereinigtes Königreich, Kanada, Frankreich, Slowakei, Israel, Australien, Spanien, Norwegen, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Belgien, Äthiopien, Kuwait, Indien und Südafrika erstreckt. Jedoch ist die Liste keine Enthüllungsliste von Sexualtätern, sondern eine rein technische Namenssammlung: Sie zeigt, wessen Name irgendwo in den freigegebenen Dokumenten vorkommt. Dieser tauchen in E-Mails, Kalendern, Presseartikeln, Adressbüchern oder Zeugenaussagen auf, ohne dass daraus automatisch Schuld, Beteiligung oder auch nur persönlicher Kontakt folgt. Auch Janis Joplin tauch darin auf, die jedoch starb als Epstein noch 17 war.
Bondi und das US-Justizministerium haben ausdrücklich klargestellt, dass eine Nennung keinerlei strafrechtliche Bedeutung hat. Strafrechtlich verurteilt wurde bislang nur Ghislaine Maxwell. Die Vorstellung einer geheimen VIP-Liste mit hunderten schuldigen Prominenten gilt daher weiterhin als unbelegt.
Direkte Beschuldigungen durch Opfer betreffen im Kern nur Prinz Andrew und Alan Dershowitz.
10-2-2026, 8:14:39/Maxwell will nur bei Begnadigung oder Strafmilderung aussagen
Ghislaine Maxwell hat bei der gestrigen Anhörung vor dem House Oversight Committee die Aussage verweigert und sich durchgehend auf ihr Aussageverweigerungsrecht berufen. Über ihren Anwalt ließ die wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch Minderjähriger verurteilte Epstein-Vertraute erklären, sie sei nur im Falle von Begnadigung oder Strafmilderung zu einer umfassenden Aussage bereit. Dabei betonte er, sie könne Aussagen machen, die sowohl Trump als auch Bill Clinton entlasten würden. Abgeordnete reagierten empört und warfen Maxwell vor, die Aufklärung des Epstein-Netzwerks gezielt zu blockieren und möglicherweise mächtige Personen zu schützen.
9-2-2026, 8:16:42/Ghislaine Maxwell verweigert Aussage vor US-Kongressausschuss
Sie will bei einer für Montag geplanten Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses auf ihr Aussageverweigerungsrecht berufen. Die frühere Vertraute des verstorbenen Finanzinvestors Jeffrey Epstein war 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen verurteilt worden und verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe. Laut einem Schreiben des demokratischen Abgeordneten Ro Khanna an den Ausschussvorsitzenden James Comer will Maxwell von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen.
8-2-2026, 2:10:26/Clintons stellen Bedingung für ihre Aussage im Untesuchungsauschuss am 26. und 27. Februar
Bill und Hillary Clinton wurden vom House Oversight Committee des US-Repräsentantenhauses (Republikaner-geführt) zur Aussage über ihre Kontakte zu Jeffrey Epstein vorgeladen. Der Ausschuss will u. a. aufklären, wie Epstein trotz Warnungen und Hinweisen jahrelang seine Verbrechen fortsetzen konnte und welche Netzwerke er hatte.
Die Clintons und andere Demokraten werfen dem Ausschuss vor, den Epstein-Fall politisch gegen ihre Partei und andere Gegner zu nutzen – statt rein aufklärerisch zu arbeiten. Bill Clinton bezeichnet ein geheimes Gespräch als “kangaroo court” (Scheinverfahren). Er argumentiert, dass öffentliche Sitzungen mehr Transparenz für Opfer und die Öffentlichkeit brächten und politische Motive besser sichtbar würden. Eine öffentliche Anhörung würde laut ihnen zeigen, wie die Fragen gestellt und beantwortet werden, und vermeidet mögliche Manipulationen oder “aus dem Kontext gerissene” Aussagen.
6-2-2026, 17:22:31/Hat Epstein einen geheimen Sohn
In Akten des US-Justizministeriums tauchte eine E-Mail von 2011 auf, in der Sarah Ferguson, Herzogin von York, Epstein zur Geburt eines “Baby Boy” gratuliert. Die Nachricht deutet auf ein mögliches Kind hin, bleibt aber nicht bestätigt.
Jeffrey Epsteins Bruder, Mark, betont, dass der Finanzier keine Kinder hatte. Weder Name, Mutter noch Aufenthaltsort eines angeblichen Sohnes sind bekannt. Experten warnen: Alles, was bisher vorliegt, sind indirekte Hinweise – die Existenz eines Sohnes bleibt Spekulation.
Bill Gates erklärt seinen Kontakt zu Jeffrey Epstein
“Der Schwerpunkt lag immer darauf, dass er viele sehr reiche Leute kannte und behauptete, er könne sie dazu bringen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden. Rückblickend war das eine Sackgasse.”
3-2-2026, 10:33:26/Norwegische Botschafterin Mona Juul suspendiert
Laut norwegischen Medienberichten sind die Kinder der Chefdiplomatin in Jordanien, die in den 1990er Jahren mit ihrem Ehemann Terje Röd-Larsen mitverantwortlich für das vielkritisierte Friedensabkommen von Oslo, zwischen Israel und der palästinensischen PLO, war, als Erben von Epstein eingesetzt: mit einer Summe von zehn Millionen Dollar.
2-2-2026, 7:45:49/Neue Akten, alte Vorwürfe
Washington/New York – Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten neuen Akten im Zusammenhang mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben international erneut für Aufsehen gesorgt. Millionen Seiten interner Dokumente aus Ermittlungen von FBI und US-Justizministerium (DOJ) wurden freigegeben. Darin finden sich zahlreiche Namen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – darunter auch der des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Strafrechtliche Konsequenzen ergeben sich daraus bislang jedoch nicht.
Umfangreiche Aktenfreigabe – begrenzte Beweiskraft
Die jüngste Veröffentlichung umfasst Ermittlungsnotizen, E-Mails, Zeugenaussagen, interne Zusammenfassungen sowie ungeprüfte Hinweise von Informanten. US-Behörden betonen, dass es sich nicht um gerichtsfeste Beweise, sondern vielfach um Rohmaterial aus Ermittlungsakten handelt. Viele der Dokumente seien nie abschließend verifiziert worden.
Zugleich löste die Freigabe Kritik aus, da mindestens 43 Namen mutmaßlicher Opfer unzureichend geschwärzt worden seien. Opferanwälte warnten vor einer Re-Viktimisierung Betroffener.
Bisher wurden insgesamt 3,5 Millionen Seiten von ca 6 Millionen Seiten an Akten und Dokumenten im Zuge des “Epstein Files Transparency Act” veröffentlicht, einschließlich über 2 000 Videos und circa 180 000 Bildern.
Mehrere Dokumente enthalten Hinweise Dritter, die Trump mit Treffen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen im Umfeld Epsteins in Verbindung bringen. Solche Erwähnungen finden sich auch zu zahlreichen anderen Personen. Nach Angaben des DOJ ergaben diese Hinweise keinen ausreichenden Anfangsverdacht für strafrechtliche Ermittlungen.
Unstrittig ist, dass Trump Epstein in den 1990er-Jahren gesellschaftlich kannte. Fotos und öffentliche Aussagen aus dieser Zeit belegen Kontakte im New Yorker Society-Umfeld. Hinweise auf eine Beteiligung an Epsteins kriminellen Netzwerken konnten daraus jedoch nicht abgeleitet werden.
Klare Haltung der US-Justiz
Das US-Justizministerium erklärte mehrfach, dass die neu veröffentlichten Akten keine Grundlage für neue Ermittlungen oder Anklagen gegen Donald Trump liefern. Hochrangige Justizvertreter sprachen von “sensationalistischen, aber unbelegten Behauptungen”, die im Zuge früherer Ermittlungen geprüft und verworfen worden seien.
Die interne Überprüfung der Epstein-Akten gilt nach Angaben des DOJ inzwischen als abgeschlossen.
Politische Reaktionen und Trumps Stellungnahme
Donald Trump selbst weist alle Vorwürfe entschieden zurück. Er erklärte, er habe Epstein frühzeitig aus seinem Umfeld ausgeschlossen und keine Kenntnis von dessen Straftaten gehabt. Die neuerlichen Anschuldigungen bezeichnete er als politisch motiviert.
Unter Republikanern überwiegt die Darstellung, die Akten belegten eher das Fehlen belastender Beweise. Demokratische Politiker kritisieren hingegen Umfang und Qualität der Freigabe und sprechen teils von Intransparenz oder mangelhafter Aufarbeitung.
Ein Fall, der bleibt – trotz fehlender Anklagen
Die Epstein-Affäre zeigt erneut die Grenzen nachträglicher Aufarbeitung. Die Veröffentlichung von Akten schafft Öffentlichkeit, ersetzt jedoch keine gerichtsfeste Beweisführung. Für Donald Trump gilt – wie für alle genannten Personen – die Unschuldsvermutung. Gleichwohl verdeutlichen die Dokumente, wie weit Epsteins Netzwerk reichte und wie schwer es ist, Jahre später Klarheit über individuelle Verantwortung herzustellen.
Von Okay Altinisik
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