Hat sich das Kopftuchverbot, das Verbot Gottes Gebotes, für die Verbieter ausgezahlt? Surprise, surprise: die aktuellen Umfragen zum Jahresende fallen für die Dreierkoalition ernüchternd aus. Im APA-Wahltrend erreichen ÖVP und SPÖ mit 18,9 beziehungsweise 18 Prozent zusammen nicht einmal die Werte der FPÖ, die ihren Vorsprung seit dem Regierungsantritt weiter ausbauen konnte.

SPÖ-Zentrale Wien – auf der Tabelle stehen die Kürzel für “Bed and Breakfast”, nachdem die FPÖ in den aktuellen Ufragen die doppelten Stimmen, sogar mehr als SPÖ und ÖVP gemeinsam verbucht.
300 Tage nach der Angelobung der schwarz-rot-pinken Bundesregierung war vom Optimismus in den Umfragen kaum etwas zu sehen. Der früh eingeschlagene Sparkurs sowie die angespannte Gesamtlage wirkten sich belastend aus. Nach einer kurzen Stabilisierung auf niedrigem Niveau verlieren ÖVP und SPÖ seit dem Sommer erneut an Zustimmung.
Die Kanzlerpartei liegt mit 18,9 Prozent fast wieder auf dem Tiefstand von Mitte Jänner und seit Wochen unter der 20-Prozent-Marke – deutlich entfernt vom Wahlergebnis von 26,3 Prozent im September 2024. Auch die SPÖ kann aus der Regierungsbeteiligung keinen Vorteil ziehen und verharrt seit Monaten unter 20 Prozent. Stabiler zeigt sich der kleinste Koalitionspartner: Die Neos liegen mit rund 9,6 Prozent knapp über ihrem Wahlergebnis.
Deutlich profitieren hingegen die Freiheitlichen, die seit drei Jahren alle Umfragen anführen. Nach dem Wahlsieg 2024 legte die FPÖ weiter zu und kommt im aktuellen Wahltrend auf 37,4 Prozent. Die Grünen konnten sich zuletzt wieder etwas festigen und liegen mit rund 10,9 Prozent stabil über der Zehn-Prozent-Marke, bleiben jedoch klar unter früheren Spitzenwerten.
Von Okay Altinisik | 29-12-2025, 13:38:57
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