Am 7. Dezember 2025, dem Jahrestag des Kriegseintritts der USA, eröffnete im New Yorker Museum of Jewish Heritage die Ausstellung Art of Freedom: The Life & Work of Arthur Szyk. Sie vereint über 100 Werke des Künstlers aus privaten Sammlungen sowie erstmals gezeigte Stücke aus dem Museumsbestand. Die Schau präsentiert Szyk nicht nur als einflussreichen antifaschistischen Bildpropagandisten des 20. Jahrhunderts, sondern auch als jüdische Stimme, deren Botschaft bis heute nachwirkt.

König Salomon empfängt die Königin von Sheba, die ihn mit Fragen über Gott durchlöchern wird. “La Reine de Saba devant Salomon” von Arthur Szyk/The Museum of Jewish Heritage
Die Ausstellung ist auch mit Blick auf das bevorstehende 250-jährige Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit konzipiert und unterstreicht Freiheit als etwas, das aktiv verteidigt werden muss.
Arthur Szyk, 1894 im polnischen Łódź geboren, erlebte zentrale Umbrüche des 20. Jahrhunderts: Weltkriege, Totalitarismus, den Holocaust, die Staatsgründung Israels sowie Antisemitismus und Rassismus in den USA. Nach der Flucht vor den Nazis kam er 1940 in die Vereinigten Staaten, wo er 1948 die Staatsbürgerschaft erhielt. Bekannt wurde er unter anderem durch die kunstvoll illustrierte Szyk-Haggadah, die international große Anerkennung fand.
Die bis zum Sommer 2026 laufende Ausstellung zeigt zahlreiche bisher unveröffentlichte Arbeiten, darunter Karikaturen für Collier’s Magazine, illuminierte Manuskripte und Skizzen zur Amerikanischen Revolution. Szyks akribische Detailarbeit, insbesondere bei historischen Szenen und militärischer Ausstattung, wird dabei deutlich.
Ein Schwerpunkt liegt auf seinen antifaschistischen Werken während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere auf der Serie zu Roosevelts “Four Freedoms”, die einst im Weißen Haus hing. In diesen Miniaturen verkörpert ein mittelalterlicher Ritter die Freiheiten von Rede, Religion, Freiheit von Not und von Furcht. Viele dieser Arbeiten wurden als Drucke verkauft, um den Krieg gegen Nazi-Deutschland zu unterstützen und auf die Rettung der Juden aufmerksam zu machen.
Szyks Werk verbindet amerikanische Ideale mit einem kompromisslosen Einsatz für Meinungsfreiheit und Bürgerrechte. Er arbeitete bewusst politisch und unverstellt – als überzeugter Amerikaner, engagierter Jude und unermüdlicher Gegner jeder Form geistiger Tyrannei. (mjhnyc.org)
Von Okay Altinisik | 2-1-2026, 00:47:35
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